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Wie ist die Prognose?

Eine craniomandibuläre Dysfunktion kann durch eine sorgfältige Erfassung Ihrer Krankengeschichte und durch eine zeitgemäße und – bei Bedarf – fachübergreifende Therapie völlig geheilt werden. Allerdings kann sie nach dem Abklingen von Symptomen erneut auftreten, falls die Ursachen nicht beseitigt worden sind.

Das Hauptziel der Behandlung ist, die Kaufunktionen im Kiefer bzw. alle anderen Ursachen, also auch Fehlhaltungen des Rumpfes, zu korrigieren und wieder zu harmonisieren. Dies bedarf manchmal der Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche.

Bei psychischen Gründen für eine craniomandibulären Dysfunktion, wie es beim Fingernägelkauen oder oft bei Zähneknirschen der Fall sein kann, werden die Symptome in der Regel erst dann abklingen, wenn die Ursachen beseitigt worden sind.

Liegen die Ursachen in Prothesen, Kronen oder einem zu niedrigem „Biss“, kann eine Aufbissschiene, auch als Äquilibrierungsschiene, „Michiganschiene", Stabilisierungsschiene oder Relaxionsschiene bezeichnet, eine sofortige Linderung der Symptome bewirken, weil sie die Störung im Kausystem ausgleicht. (Mehr Informationen dazu im Unterpunkt „Behandlung“). Am besten ist es, die Entlastung durch die Korrektur des Zahnersatzes selbst zu erreichen – schließlich liegt hier die Ursache.

Zu den dauerhaften Folgen gehören Arthrose und Gelenksteifheit im Kiefergelenk, eine starke Abrasion (Abnutzung) des Zahnschmelzes oder übermäßiger Zahnfleischrückgang. Daher ist es wichtig, Symptome ernst zu nehmen und untersuchen zu lassen.

In vielen Fällen verschwinden Symptome „von selbst“. Der Regelkreis zwischen Ober- und Unterkiefer kann die Veränderungen im Biss häufig ausgleichen, sodass Beschwerden ohne Behandlung abklingen. Dennoch gilt: Je länger eine craniomandibuläre Dysfunktion besteht, desto schneller wird sie chronisch und damit oft schmerzhaft.

Wird eine craniomandibuläre Dysfunktion überhaupt nicht behandelt, können schwerwiegende Folgen auftreten:

  • Dauerhafte Schädigung des Kiefergelenks, zum Beispiel in Form von Arthrose oder Ankylose (Gelenksteifheit)
  • Verstärkung der genannten Symptome
  • Dauerhafte Abnutzung des Zahnschmelzes
  • Chronische Schmerzen im Kopf-, Nacken-, Schulter-, Lenden-Becken-Bereich und in der Wirbelsäule
  • Chronische Funktionsstörung des Kauapparates mit bzw. ohne Schmerzen