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Besondere Parodontitis-Prophylaxe (UPT)

Da eine Parodontitis zwar aufgehalten, aber nicht geheilt werden kann, ist nach der Behandlung eine regelmäßige und engmaschige Parodontitis-Prophylaxe erforderlich. So kann die Belastung durch Bakterien dauerhaft gering gehalten und die Erkrankung gestoppt werden – eine Voraussetzung für den Erhalt der betroffenen Zähne.

Wir gehen dabei nach einem anspruchsvollen, wissenschaftlich anerkannten Konzept vor, der sogenannten Unterstützenden Parodontitis-Therapie (UPT). Der Nachsorgerhythmus wird dabei individuell auf Ihre Mundgesundheit abgestimmt.

Anamnese bzw. Aufnahme möglicher Beschwerden: Zu Beginn befragen wir Sie zu zwischenzeitlich aufgetretenen Beschwerden oder anderen gesundheitliche Veränderungen. Diese könnten für die weitere Behandlung von Bedeutung sein.

Vollständige Anamnese: Einmal im Jahr führen wir in der Regel eine ausführliche Anamnese durch, um eine vollständige Aktualisierung Ihrer Krankendaten und -geschichte zu erhalten und die Therapie darauf abstimmen zu können.

Erhebung von Mundgesundheitskennwerten und Beurteilung der Mundhygiene und Motivation: Mit verschiedenen Mundgesundheitskennwerten messen wir die Zahnbeläge an verschiedenen Stellen der Zähne, zum Beispiel in den Zahnzwischenräumen oder unterhalb des Zahnfleischrandes. (Bakterielle Zahnbeläge sind die Ursache von Entzündungen wie der Parodontitis.)

Je nachdem, ob und wo sich vermehrte Beläge befinden, kann dies unter Umständen auf eine zu verbessernde Zahnpflege hinweisen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Mundhygiene optimieren können, sodass sich auch an diesen Stellen die Bildung von Zahnbelägen verringert.

Zahnreinigung sowie Reinigung und Glättung der Wurzeloberflächen: Wir reinigen alle Zahnkronen und darüber hinaus die erreichbaren Wurzeloberflächen. Letztere werden anschließend geglättet, denn an sauberen, glatten Wurzeloberflächen schließt sich das Zahnfleisch leichter an den Zahn an und Beläge finden weniger Halt. Unter anderem kann so die Tiefe der Zahnfleischtaschen verringert werden.

Parodontalstatus: Mindestens einmal jährlich erheben wir einen umfassenden Status der Gesundheit Ihres Zahnhaltegewebes. Dadurch erkennen wir, ob die bisherigen Maßnahmen erfolgreich waren und zum gewünschten Stillstand der Parodontitis geführt haben.

Zum Beispiel wird die Tiefe der Zahnfleischtaschen gemessen und untersucht, in wie weit Ihr Zahnfleisch zurückgegangen ist.

Das Besondere an der UPT ist, dass die Maßnahmen und die zeitlichen Abstände nach dem individuellen Parodontitisrisiko jedes Patienten und der Wahrscheinlichkeit eines Fortschreitens der Parodontitis festgelegt werden.

Um dies bei jedem Patienten zu ermitteln, werden bestimmte Risikofaktoren berücksichtigt. Je mehr davon gleichzeitig vorhanden sind, umso größer ist das Risiko, dass die Parodontitis weiter fortschreitet.

Zu diesen Faktoren gehören zum Beispiel die Anzahl schädlicher Bakterien in der Mundhöhle, Rauchen, Stress, chronische Erkrankungen wie Diabetes oder auch eine unzureichende tägliche Mundhygiene.

Zähne werden von weichen bakteriellen Zahnbelägen, dem „Biofilm“, überzogen. Dieser kann durch die tägliche Mundhygiene beseitigt werden, bildet sich jedoch immer wieder neu. Problematisch sind dabei insbesondere die Zahnzwischenräume und der Übergang vom Zahnfleisch zum Zahn.

Der Biofilm ist Hauptverursacher für Zahnfleischentzündungen und der Parodontitis. Je länger er bestehen bleibt – etwa, wenn bestimmte Stellen bei der täglichen Mundpflege nicht erreicht werden – desto eher kommt es zu entzündlichen Prozessen.

Zahnstein begünstigt Entzündungen zusätzlich: Bei einer nicht optimalen Mundhygiene kann sich aus dem Biofilm leicht Zahnstein bilden. Darin vermehren sich Bakterien, weil sich Zahnstein bei der eigenen Mundpflege nicht mehr beseitigen lässt. Dies begünstigt ein Fortschreiten der Parodontitis deutlich.

Daher sind eine sorgfältige Zahnpflege und insbesondere die regelmäßige Zahnsteinentfernung im Rahmen unserer Vorsorge grundlegende Maßnahmen, um die Parodontitis dauerhaft aufhalten zu können.

Prophylaxe

Unser Kostenhinweis für Sie: Die professionelle Zahnreinigung im Rahmen der Parodontitisvorbehandlung und die Nachsorge werden von den Krankenkassen und -versicherern häufig nicht übernommen.

Wir beraten Sie selbstverständlich ausführlich dazu. Nehmen Sie gern Kontakt auf.